Kurz gesagt: Wenn der Kopf in der Prüfung leer wird, liegt das nicht am fehlenden Wissen. Unter Anspannung schaltet der Körper auf Gefahrenmodus, und dann kommen Sie an das Gelernte nicht heran. Danach fällt Ihnen alles wieder ein – genau das ist der Beweis, dass es da war.
Prüfungsangst ist ein Thema, das viele betrifft. Besonders Studierende und Schüler, oft schon Grundschulkinder. Der Druck ist immens, und der Körper reagiert darauf.
Ich höre immer wieder von Klientinnen und Klienten, dass sie lernen, den Stoff können und ihn abends Freunden oder der Familie problemlos vortragen. Und dass sie trotzdem ständig dasselbe Szenario im Kopf durchspielen: dass es schiefgeht, so wie beim letzten Mal.
Wenn der Kopf zum Vakuum wird
Dann sitzen sie in der Prüfung und es fällt ihnen überhaupt nichts mehr ein. Der Kopf ist plötzlich wie ein Vakuum. Nichts mehr da, alles weg. Und es ist ihnen unvorstellbar, warum.
Manche vermeiden das Lernen sogar – aus der schlechten Erfahrung heraus. Sie stehen auf, räumen den Schreibtisch auf, holen sich ständig etwas zu trinken, stehen wieder auf.
Das Unterbewusstsein versucht immer wieder, das Lernen zu umgehen. Da ist eine Angst, erneut zu versagen, so wie beim letzten Mal. Und dann lieber gar nicht erst anzufangen, sich unbewusst zu schützen und eine Barriere vor dem Ganzen aufzubauen.
Was der Körper daraus macht
Entsprechend reagiert der Körper. Am Morgen vor der Prüfung, bei manchen schon Tage vorher: Herzklopfen, feuchte Hände, Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen. Manche erbrechen sich sogar morgens.
So stark kann die Reaktion auf Stressgedanken und innere Bilder ausfallen. Es ist wie ein Film, den Sie immer wieder vor sich abspulen: Sie sehen sich dasitzen oder vor den Prüfern stehen, versagen, sich blamieren, beobachtet fühlen – und einfach nur aus der Situation herauswollen.
Es gibt einen Weg aus diesem Film heraus
Aus diesem Gedankenkarussell kommt man wieder heraus. Im Gespräch finden wir zuerst heraus, wie das bei Ihnen zusammenhängt: warum Sie diese Gedanken haben und warum diese Symptome auftreten.
In der Hypnose kommen Sie in Kontakt zu Ihrem Unterbewusstsein. In diesem entspannten Zustand erleben Sie wieder einen Film – aber diesmal führen Sie Regie. Sie sind nicht mehr ausgeliefert, sondern haben es selbst in der Hand.
Dazu gehen wir an Ihre inneren Ressourcen. An Situationen, in denen Sie erfolgreich waren, und an das Gefühl, das dazugehört. Sie erleben sich, wie Sie die Prüfung locker schaffen.
Ihr Kopf ist dann kein Vakuum mehr, sondern Ihr Wissen ist freigeschaltet. Wie eine Bibliothek, die offen steht und in der alle Informationen zu Ihnen kommen. Sie sind ohnehin schon in Ihnen drin – Sie haben nur wieder den Zugang.
Das lässt sich in der Hypnose im Grunde vorwegnehmen, sodass es in der Realität leichter umsetzbar wird.
Zwei Fragen, die mir dazu oft gestellt werden
Warum fällt mir nach der Prüfung alles wieder ein?
Weil das Wissen nie weg war. Unter Anspannung schaltet der Körper auf Gefahrenmodus, und in diesem Zustand ist der Zugriff auf Gelerntes stark eingeschränkt. Sobald die Anspannung nachlässt, steht wieder alles zur Verfügung. Das Problem ist also nicht Ihr Gedächtnis, sondern der Zugang dazu im entscheidenden Moment.
Ich schiebe das Lernen ständig auf. Bin ich einfach faul?
Mit Faulheit hat das selten zu tun. Wer eine Prüfung schon einmal als Niederlage erlebt hat, bei dem meldet sich beim Lernen genau diese Erinnerung. Das Aufstehen, Aufräumen und Etwas-zu-trinken-Holen ist ein Schutzversuch. Das Vermeiden ist ein Hinweis auf die Angst dahinter, nicht auf fehlende Disziplin.
Wie es weitergeht
Wie eine Sitzung bei Prüfungsangst mit Hypnose in Aachen abläuft, wie viele Termine üblich sind und was sie kostet, steht ausführlich auf der Angebotsseite. Geht es Ihnen vor allem um mündliche Prüfungen, Präsentationen oder Vorstellungsgespräche, schauen Sie bei Angstfreies Reden vor Publikum vorbei.
Wenn Sie mehr wissen möchten, nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf. Ich freue mich auf Sie.
Alles Liebe,
Ellen
Hypnose wirkt therapiebegleitend und unterstützend, ersetzt jedoch nicht die ärztliche Behandlung. Steht hinter Ihrer Prüfungsangst eine behandlungsbedürftige Angststörung, sage ich Ihnen ehrlich, wenn ärztliche Begleitung der bessere Weg ist.
